Techniken für selbst gestaltetes Bewusstseinswachstum

Hier kannst du dir meine Notizen ansehen zu Techniken, um ein „Master Mind“ zu werden. Anwenden und dir weitere Informationen darüber suchen kannst du, indem du mich anschreibst und fragst oder indem du die Bibliothek oder die Buchhandlung deines Vertrauens aufsuchst und dir Material besorgst.

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nachhaltige entwicklung

180 staaten haben sich 1992 auf der un-konferenz für umwelt und entwicklung dazu entschlossen, die agenda 21 als „Handlungsprogramm zur Einleitung einer nachhaltigen Entwicklung“ zu verwirklichen.

10 jahre später wiederholten sie den vorgang der erklärung ein weiteres mal auf dem gipfel in johannesburg. dort heißt es:

„We reaffirm our pledge to place particular focus on, and give priority attention to, the fight against the worldwide conditions that pose severe threats to the sustainable development of our people, which include: chronic hunger; malnutrition; foreign occupation; armed conflict, illicit drug problems; organized crime; corruption; natural disasters; illicit arms trafficking; trafficking persons; terrorism; intolerance and incitement to racial, ethnic, religious and other hatreds; xenophobia; and endemic, communicable and chronic diseases, in particular HIV/AIDS, malaria and tuberculosis.“

aus der zweiten erklärung wird deutlich, dass in zehn jahren wenig für nachhaltige entwicklung geschehen ist. es blieb weitgehend ein lippenbekenntnis der entscheidungs-träger, wirkungsvolle maßnahmen zu ergreifen. die lage unserer erde hat sich weiter verschlimmert. das verdeutlicht auch der beitrag von severn cullis-suzuki, die auch 1992 bei der un-konferenz gesprochen hat.

dennis l. meadows, ein 1942 geborener mann und ökonom, ist einer der untergangs-propheten. er schrieb im jahr 2000, dass es nun zu spät für nachhaltige entwicklung ist und das wir nun vielmehr um eine Überleben sichernde Entwicklung kämpfen müssten. diese art pessimistische sichtweise scheint vor allem solchen menschen nahezuliegen, die schon einige jahrzehnte leben hinter sich haben und dementsprechend einen größeren rucksack als jüngere mit sich herumträgt. menschen, die derart negativ über unsere zukunft denken, finden die begründung dafür wahrscheinlich tief in sich selbst. die welt, die mich umgibt, scheint mir nicht negativ oder lebensunfreundlich zu sein.

es bleibt allerdings zu betonen, dass eine vielzahl von akteuren seine meinung insofern teilt, als dass „vermehrte und schnelle anstrengungen notwendig sind, um eine nachhaltige entwicklung einzuleiten“.

zum abschluss noch ein video aus der serie „TROM“ zu der überschrift „umwelt“.

 

Quelle des Beitragsbilds: http://solidarisch-einkaufen.de/images/grafik_nachhaltigkeit.png

Schlecht — SEIN/IST — Gut

Circa 6 Minuten Lesezeit

Glaubst du, dass wir in einer Welt, einem Universum leben? Glaubst du, dass es „die Welt“ gibt? Glaubst du, dass es eine von Menschen unabhängige Wirklichkeit gibt? Glaubst du, dass du ein winzig kleiner Mensch im Verhältnis zu einem riesengroßen Universum bist? Fühlst du dich ohnmächtig oder mächtig? Glaubst du, dass du die Welt nicht verändern kannst?

Wenn du all das glaubst, dann glaubst du bestimmt auch, dass es gute und schlechte Dinge, Vorgänge und Zusammenhänge gibt, richtig? Du glaubst bestimmt, dass Krieg etwas schlechtes ist, oder? Du glaubst bestimmt auch, dass ich glaube, dass diese Streifen hinter den Flugzeugen, von denen ich in letzter Zeit viel schreibe und spreche, etwas schlechtes sind, richtig?

Dann muss ich dich allerdings enttäuschen. Für mich sind sie nicht gut und nicht schlecht, denn ich bin mir bewusst, dass es auf die Grundannahme ankommt, von der ich ausgehe, damit sie gut oder schlecht erscheinen. Ich erzähle dir einfach mal, wie das ist.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich gezielte Bevölkerungsdezimierung befürworte, dann sind diese Streifen, in denen dann hoffentlich schon diese gesundheitsschädlichen Metalle sind, nämlich etwas gutes. Denn sie sorgen dann dafür, dass die Menschheit von der Anzahl her weniger werden wird. Dann kann ich nämlich in meinem Wohlstand einfach weiterleben ohne zu verzichten.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich gezielte Bevölkerungsdezimierung nicht befürworte, dann sind diese Streifen etwas schlechtes, sollten da bereits gezielt diese Metalle zugefügt worden sein, denn dann würden sie langfristig zu einer gezielten Bevölkerungsdezimierung führen. Das wiederum würde dann bedeuten, dass einige Menschen, die für das Zufügen verantwortlich sind, das Ziel verfolgen einen Teil der Menschheit durch Gesundheitsschäden auszurotten. Wenn ich dann jedoch einer von denen bin, der diese Dezimierung angeleiert hat, finde ich sie wieder gut.

Was für ein geiles Spiel oder? Alles nur eine Frage der Perspektive. Deshalb sage ich dir. Ich mache nur auf das aufmerksam, was ist. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidest du für dich selbst. Für mich gilt: das ist. Und deshalb erfasse ich das, was ist. Und wenn wir belogen werden, dann ist mir egal, warum wir belogen werden. Es ist für mich aus meiner wissenschaftlichen Perspektive nur interessant, ob es gemacht wird. Und für mich hat es nach all meinen Recherchen den Anschein als wäre etwas geschehen. Entweder wurde den Treibstoffen in den letzten Jahrzehnten ein Additiv zugefügt, in dem diese Metall enthalten sind oder sie stammen als Abrieb aus den Triebwerken. Für mich ist aber vor allem interessant zu erfahren, warum die Streifen wirklich stehen bleiben und warum es so viele Menschen gibt, die glauben, dass wir ausgerottet werden sollen. Denn darauf läuft die Angst vieler Menschen ja scheinbar hinaus. Und dann interessiert mich noch, wie es sein kann, dass Menschen mit gesundem Geist, zumindest behaupten sie das von ihrem Geist, sich mit dieser Thematik einfach strikt nicht auseinandersetzen wollen und deshalb zu unglaublich krassen Methoden greifen, um Andersdenkende niederzubügeln. Und das mit vollkommen schlechten Argumenta-tionen, die in den meisten Fällen nicht einmal Argumente enthalten. Totschlag-argumente sind ein beliebtes Mittel der Flugzeugenstreifenleugner. Und das erschreckt mich dann doch manchmal ein wenig. Dass „man“ mit diesen Menschen kein Stück sachlich sprechen kann, obwohl sie immer wieder diejenigen sind, die dann nach Beweisen schreien, wenn „man“ ihnen etwas vor Augen führt, was sie selbst verdrängt haben oder verleugnen.

Mich langweilen diese Art von Menschen einfach. Sollen sie doch wenigstens mal selbst ein Buch lesen, bevor sie klugscheißern. Aber nein, sie käuen ein aufs andere Mal die Argumente aus der Leierkiste oder der Klatschpresse nach. Das ist zum Mäuse melken. Da frage ich mich, ob das die gleiche Art ist wie ich.

Wir wenig Ruhe müssen diese Menschen für sich selbst gehabt haben. Ihr Verstand scheint sie niemals in Frieden zu lassen. Denn wer auch nur einmal wirklich im Jetzt eingekehrt ist, wird umgehend erkennen, dass das alles nur seine eigene Abstraktion von etwas ist, dass unsprachlich, unwörtlich ist. Und dieses Etwas, das Leben, die lebendige Welt, in der sich jede und jeder einelne wiederfindet, ist unendlich. Ja, dieses Etwas ist ewig. Und es ist niemals gut und nicht schlecht. Das sind doch nur Worte. Die haben sich Menschen ausgedacht. In der allem zugrundeliegenden Wirklichkeit gibt es kein gut und schlecht. Da ist nur Sein. Und dieses Seins kann ich mir als Mensch bewusstwerden. Oder ich kann mich mit „Brot und Spielen“ bis ans Ende meines kleinmenschlichen Lebens ablenken. Wie arm-selig und genau für solche Menschen ist dieses Wort. Arm-selig. Du bist arm-selig, wenn du nicht kapierst, dass der Sinn des Lebens Bewusstwerden ist. Du bist arm-selig, denn du bist auf deinen Verstand reduziert. Du glaubst, dass du deine Gedanken bist, dein Körper und das dein Geist in deinem Kopf entspringt und an ihn gebunden ist. Was für ein Quatsch. Wach auf. Wir sind erwachende Götter und Göttinnen. Jede und jeder einzelne. Und auch die Luft, die Abgase der Flugzeuge sind Gott. Auch das Meer und die Pflanzen und die Tiere sind Gott. Und was du als schlecht bewertest sind deine inneren Projektionen. Das sind deine Baustellen, an denen du wachsen kannst. Über dich selbst hinauswachsen kannst.

Peace. Tue es!

Self-fulfilling prophecies – Selbsterfüllende Prophezeiungen

Der Kreislauf der selbsterfüllenden Prophezeiungen hat in seinem Ursprung die Gedanken. Die Worte stellen die Vereinfachungen meiner Gedanken dar.

Von diesem Punkt aus werden diese in Worten existierenden Gedanken zu Handlungen. Ich spreche dir Worte aus oder handle danach.

Wenn ich Spaß finde an diesen Handlungen und sie regelmäßig ausführe, werden sie mit der Zeit zu Gewohnheiten.

Ich tue Dinge gewohnt, routiniert und die Handlungen werden leichter.

Diese Gewohnheiten, egal ob schlecht oder gut, werden zu meinem Charakter.

Ich werde so, wie ich sein will, bewusst oder auch unbewusst.

Aus meinem Charakter resultiert letztlich mein Schicksal, von dem mein Kreislauf erneut beginnt.

Ich produziere bewusst oder unbewusst wahrgenommen mein Schicksal, welches das Resultat meiner Gedanken, meiner Worte, meiner Handlungen, meiner Gewohnheiten und meines Charakters ist, in meine Mitwelt.

Jedoch kann ich entscheiden, ob ich aus diesem Kreislauf ausbrechen will.

Und ich will.

Und ich kann alles, was ich will!

Atmung und bewusstes Atmen

Schöpfende: Yannick Bennesch und Rebecca Wenk.

Lesezeit circa 5 Minuten.

An dieser Stelle wird es um bewusstes Atmen gehen. In den westlichen Kulturen ist bei vielen Menschen eine flache Atmung zur normalen Atmungsweise geworden. Solche Menschen atmen häufiger in die Brust als tief in den Bauchbereich hinein. Noch weniger Menschen in den westlichen Kulturen sind sich ihrer Atmung dauerhaft bewusst, geschweige denn atmen bewusst. Atmen ist jedoch eine der grundlegendsten natürlichen Fähigkeiten luftatmender Lebewesen auf unserer Erde, zu denen auch wir Menschen gehören.

Die Übung ist leicht. Richte den Fokus deiner Aufmerksamkeit, wann immer es dir zu Bewusstsein kommt, auf deine Atmung. Beobachte sie. Ist deine Atmung flach, kannst du nun, wenn es dir bewusst wird, indem du es erkennst, bewusst wieder tief in den Bauch hinein atmen. Gib dir für dich selbst Mühe, deinen nun wieder tiefen Atem eine Weile bewusst zu beachten. Wenn es dir auffällt, dass du flach atmest, beurteile und bewerte es nicht. Beobachte deine Atmung. Lass den Augenblick auf dich wirken. Bewusstes Atmen als Mittel und Werkzeug kannst du dir am besten als einen Kreislauf vorstellen. Du atmest. Dann kommt dir „Atmung“ zu Bewusstsein. Du erkennst, ob du flach oder tief atmest. Entweder du verdrängst deine Erkenntnis direkt wieder oder du nimmst deine Herausforderung an. Ist deine Atmung flach, greifst du ein, indem du bewusst beginnst wieder tiefer zu atmen. Beobachte einen Moment dein tiefes Atmen. Nach einiger Übung wirst du immer regelmäßiger kurz auf deine Atmung gelenkt, prüfst sie einmal kurz oder greifst steuernd ein und wendest dich wieder deiner äußeren Welt zu. Je mehr Begeisterung du in dein inneres Wachstum hineinsteckst, umso mehr wirst du an Ergebnissen erkennen können, wenn du denn auch achtsam und aufmerksam bist. Wenn du mit einem guten Gefühl feststellst, dass du immer seltener flache Atmung bei dir beobachtest, dann ist aus der Fähigkeit des tiefen Atmens eine Fertigkeit geworden. Und wie beim Fahrradfahren auch, wenn du erst einmal fahren kannst, wirst du es im Normalfall nicht wieder verlernen. Wann dieses Niveau erreicht ist, kann dir niemand sagen, ausser dir selbst.

Damit die Übung nicht zu irgend so einer Übung wird, die du hier mal fünf Minuten machst und dann bist du fertig, schlage ich einen Übungs-Weg vor, der von Anfang an darauf ausgelegt ist, jedes Mittel und jedes Werkzeug direkt ins Alltagsleben zu integrieren. Auf diese Weise wirst du darauf ausgerichtet, vom Anfang des Weges an auf Ähnlichkeiten zu achten, um so später deine Mittel und Werkzeuge möglichst vielseitig einsetzen zu können. Ich möchte dir hiermit einen Weg dorthin weisen, wo du dich aus dir selbst heraus bereit fühlst, deinen Weg selbstständig weiter zu gehen und dafür mit allen nötigen Mitteln und Werkzeugen ausgestattet zu sein.

Als Ergänzung zu der oben beschriebenen Übung des bewussten Atmens kannst du sie in dem Moment befragen, wenn du dir deines Atmens bewusst wirst, in dem du dir in dich selbst hinein die Fragen stellst, die dir einfallen oder die du dir ausdenkst. Warum hast du flach geatmet? Wo und wann hast du aufgehört tief zu atmen? Was war der Auslöser? Wie kam es dazu, dass die das gerade in dem Moment bewusst geworden ist? Und dann hast du ein paar Minuten bewusst reflektiert und dir werden dabei jedes Mal wieder neue Einsichten begegnen. Dies ist ein Weg, der insbesondere für verstandesorientierte Menschen geeignet ist. Ein anderer Weg ist, das eigene Empfinden, Fühlen und entstehende Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen und hinein spüren. Auch diesen Weg kannst du begehen, auf deinem Weg zu deiner inneren Quelle. Dieser Weg eignet sich insbesondere für empfindungs- und gefühlsorientierte Menschen.

Eines ist noch klar zu sagen: dies sind nur einzelne von mir erkannte Wege und es gibt noch unendlich viele andere Wege. Aber weil es so viele Wege gibt und noch unendlich viele neue Wege auf uns warten, können wir heute Sprachen sprechen und Schriften schreiben und lesen. So kannst du die Wege anderer nutzen, so wie ich ebenfalls einige anderer Menschen nutzte, um schneller zu den Bereichen meines inneren Wachstums zu gelangen, wo neue Wege darauf warten, von mir beschritten zu werden.

Ganz grundsätzlich lässt sich zudem noch sagen. Um dir selbstständig und bewusst Bewusstseinsbereiche zu erschließen, welches immer dauerhafter und vielfältiger wird, kannst du deine Fähigkeit zur Fokussierung und Selbstbefragung bewusst fertigen. Die erste Atemübung ist gleichzeitig eine Übung für Fokussierung.

Beobachtung und bewusstes Beobachten

Schöpfende: Yannick Bennesch und Rebecca Wenk.

Lesezeit circa 5 Minuten.

In diesem Artikel wird die menschliche Fähigkeit zu Beobachten und bewusst zu Beobachten sowie die Beobachtung als Ergebnis des Beobachtens beschrieben, damit du eine Möglichkeit bekommst, sie als Erklärung annehmen und daraufhin für dich selbst nutzen zu können. Unser gemeinsames Ziel in diesem Kapitel ist es, einen Begriff und ein tiefverwurzeltes Verständnis von und über das Beobachten als menschliche Fähigkeit, das bewusste Beobachten als Beobachten 2.0 und die Beobachtung als Ergebnis beider Arten des Beobachtens zu erlangen. Als Schreibender verfolge ich zudem das Ziel, meine Beschreibungen dieser drei Worte und ihrer Bedeutungen so ausführlich wie nötig und gleichzeitig so kurz wie möglich darzulegen. Ein Ziel der Leserin oder des Lesers kann das Interesse an neuen Mitteln und Werkzeugen zur Gestaltung deiner selbst und deiner Wirklichkeit sein.

Einfach zu beobachten bedeutet mit Hilfe der äusseren Sinnesorgane, insbesondere der Augen, Dinge, Vorgänge oder Zusammenhänge in der äusseren Welt aufmerksam wahrzunehmen, ohne die eigene Aufmerksamkeit vorher bewusst auf etwas Bestimmtes gerichtet zu haben. Es handelt sich hierbei demnach um nicht-bewusstes Beobachten und bezieht sich auf die eigene äussere Welt oder Bestandteile von ihr.

Bewusstes Beobachten hingegen kann in zwei Richtungen stattfinden: nach Aussen und nach Innen. Das bewusste äussere und innere Beobachten unterscheidet sich von dem des Unbewussten durch die vorherige Ausrichtung der eigenen Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Ding, einen bestimmten Vorgang oder einen bestimmten Zusammenhang, zu einem vorher bekannten Zweck und einem festgelegten Ziel.

Beobachtungen sind das Ergebnis des Beobachtens in all seinen Formen. Aus Beobachtungen kann Ich selbst und können andere Erkenntnisse gewinnen und Schlüsse ziehen. Diese Schlüsse können weiterverwendet werden, um das eigene innere Wachstum im Umgang mit der eigenen Welt (Aussen und Innen) zu fördern.

Selbst-Beobachtung ist das Ergebnis eines Ichs, welches sich zuvor selbst beobachtet hat. Wenn Ich zuvor die Aufmerksamkeit unbewusst oder bewusst auf das eigene Empfinden, Fühlen, Denken, Handeln und daraus entstehende Folgen gerichtet hat, können als Ergebnis Selbst-Beobachtungen entstehen, aus denen Erkenntnisse gewonnen und Schlüsse gezogen werden können, die das innere Wachstum, losgelöst von Raum, Zeit und Materie, auf eine besondere Weise beflügeln.

Mit den Gedanken, die ein Ich denkt oder mit den Worten, die ein Ich hört, werden Gefühle in dem Ich ausgelöst, die Ich fühlen kann. Durch häufigen Mangel an Ruhe- und Stille-Phasen kann Ich sich selbst nicht oder nur selten wahrnehmen. Wenn Ich seine innere Welt besser kennengelernt hat und sie frei von Bedingungen annimmt, wird Ich nach und nach die Fähigkeit fertigen, all seine Gedanken und Gefühle mit Hilfe des Frage-Wortes „Warum?“ hinterfragen und zu ihren Ursprüngen zurückzuverfolgen. Und mit Hinterfragen ist hier nicht automatisch Infrage stellen gemeint. Das könnte ein zweiter Schritt eines Ichs danach sein. Zuerst aber zurück zu dem ersten Schritt: Hinterfragen. Am Anfang ist es wahrscheinlich, dass es in dir erstmal nur so vor lauter Gedanken und Gefühle schwirrt und Selbstbeobachtung geistig und körperlich anstrengend für dich ist. Auch das ist normal, wenn du dich bisher noch nie in diese deine innere Welt begeben hast. Deshalb fange ganz in deinem Tempo an. Setze dich nicht unter Druck. Jeder innere Druck wirkt hemmend auf dein inneres Wachstum. Warum habe ich mir Notizen gemacht? Ich liebe Schreiben. Ich liebe meine Sprache. Zu Beginn (das war im Frühling 2013) war ich mir überhaupt nicht bewusst darüber, warum ich anfing die Beschreibungen meiner selbst aufzuschreiben. Ich hatte ein großes Skizzenbuch von meiner Mutter geschenkt bekommen als es mir schlecht ging. Also habe ich angefangen meine Gefühle in Worten greifbar zu machen und meine Gedanken aufzuschreiben. Ich habe so mit meinen Notizen zahlreiche meiner eigenen Wachstumsprozesse und der meiner Freundinnen und Freunde dokumentiert und auf diese Weise über Jahre hinweg inneres Wachstum aus der Innenperspektive bei mir selbst und aus der Außenperspektive bei meinen Mitmenschen beobachten können. Ab einer für jede und jeden selbst fühlbaren Stufe der Beobachtungsfähigkeit können wir alle auch aktiv selbst gestalten.

Erkennen und Selbst-Erkenntnis

Schöpfende: Yannick Bennesch und Rebecca Wenk.

Lesezeit circa 20 Minuten.

Dies ist die erste beschriebene notwendige Bedingung und basiert auf einer essentiellen Selbst-Erkenntnis. Damit es deine eigene Selbst-Erkenntnis wird und nicht meine, lade ich lediglich mittels eines Bündels verschiedener Vorschläge für Fragen zum Reflektieren ein. Ich empfehle dir, die nachfolgenden Fragen nacheinander anzugehen und dir Zeit dafür zu nehmen. Am besten ist es, wenn du dich in einem Zeitraum ohne weitere Termine frei von Druck hinsetzt und dich mit diesen Fragen fokussiert zu beschäftigen. Warum? Weil du dann besonders wenig vermeiden und verdrängen möchtest. So hast du die Möglichkeit, auch zuvor verdrängte oder vergessen geglaubte Erinnerungen zugänglich zu machen. Mit Freuds Worten hieße das, zuvor Unbewusstes bewusst zu machen und somit deine Spielräume zu erweitern.

Selbst-Erkenntnis ist das Ergebnis, wenn du deine Fähigkeit zu erkennen selbst und bewusst nutzt, um Dinge, Vorgänge oder Zusammenhänge zu erkennen. Nur du selbst weißt, kannst Verstehen und Begreifen, wann du selbst zu einer Erkenntnis gelangt bist. Mit einigen unterstützenden Impulsen und ein wenig Übung wirst du schnell zu ersten Erkenntnissen über dich selbst gelangen, bevor du beginnen kannst, selbst zu Erkenntnissen von und über deine äußere Mitwelt zu gelangen. Am Anfang dieses Pfades wirst du, sobald du deine Aufmerksamkeit auf Andere und Anderes richtest, weil du glaubst, nun andere heilen zu können, deine bisher unverarbeiteten, vergessenen und verdrängten Erinnerungen und Erfahrungen auf die Anderen und das Andere übertragen. Deshalb lege ich dir wirklich ans Herz, erst einmal mit dir selbst Erfolge zu erzielen, bevor du dich auf deine äussere Mitwelt stürzt.

Es geht an dieser Stelle ausschließlich um dich selbst. Um nichts und niemand anderen. Wenn du vorausschauend handeln möchtest, lege dir Stift und Papier zur Seite, damit du dir Notizen machen kannst. So kannst du dein inneres Wachstum im Verlauf deiner Zeit selbstständig beobachten und erlangst auf diese Weise viel größere Unabhängigkeit von äußeren Vor- und Ratschlägen, die in Sprache übermittelt werden. In der Folge kannst du dich stärker auf dich selbst verlassen.

Wenn du bereit bist, kannst du eine Frage lesen und danach die Augen schließen. Gib die Kontrolle über deine Gedanken ab und lasse die Gedanken kommen und gehen. Lasse sie einfach nur vorbeiziehen und beobachte sie aufmerksam. Du kannst eine vom Ich distanzierte Position einnehmen, wodurch es dir sehr viel leichter fällt, dein Ich urteilsfrei und liebevoll zu beobachten. Ich nenne diese Instanz außerhalb meines „Ichs“ meine Beobachterin. Urteilsfrei bedeutet, dass du keinerlei sprachlich-gedankliche Unterscheidungen machst. Kein schlecht, kein gut. Alles und jedes ist. Liebevoll bedeutet, dass du voller Sanftmut und Demut dir gegenüber bist und annimmst, was kommen mag.

Nimm deine einzigartige und besondere innere Welt bedingungslos an. Sie gehört dir ganz allein und du kannst so oder so nicht vor ihr davonlaufen. Maximal kannst du sie so gut es geht, verdrängen und verleugnen, aber das wird mit der Zeit auch immer anstrengender, aufwändiger und macht alles andere als glücklich. Ich gebe dir mein Wort, dass dir deine neue innere Beobachtungs-Instanz nach einer Weile mehr Klarheit bringen wird.

Ich schreibe an dieser Stelle so deutlich, damit es den Worten und ihrer Bedeutung leichter fällt, sich zu verankern. Wenn sich erst einmal die ersten scheinbar unüberwindlichen Hindernisse als Herausforderungen mit wundervollen natürlichen Anerkennungen entpuppt haben, wirst du leichter verstehen können, warum ich hier so schreibe.

Ideen zur Selbstbefragung

Im Folgenden sind drei unterschiedliche Fragen-Komplexe beschrieben. Die Fragen sind jeweils bejahend und verneinend dargestellt. Der erste Fragen-Komplex besteht aus elf Vorschlägen, kreist um das eigene Ich sowie das echte Selbst. Ob verneinende oder bejahende Frage-Sorte besser wirkt, wirst du am besten durch einen leichten Selbsttest herausfinden. Bei welcher Frage wird in dir etwas ausgelöst? Welche Frage bewegt eine Empfindung, ein Gefühl oder einen Gedanken in dir? Hier gibt es auch eine weitere kleine Herausforderung auf dem Weg des bewusst Bewusstwerdens. Du kannst mit Hilfe deiner Beobachtungs-Instanz nicht nur das bewusste und beschreibbare Ich beobachten, sondern auch Teile des unbewussten Bewusstseins, deines Empfindens, welches ausschließlich von Selbst-Liebe als Kraft angetrieben wird, des Fühlens und entstehender Gefühle, und eben auch des Denkens und entstehender Gedanken. Diese Distanz deiner neu gewonnenen Beobachtungs-Instanz kann dir zusätzlich auch noch die Möglichkeit geben, dunkle Flecken auf der Karte deiner inneren Welt leicht zu erhellen und dir auf diese Weise den Zugang erleichtern. Auch wenn du das jetzt noch nicht so recht begreifst, nimm es einfach auf, ausser du kannst mir nachweisen, dass ich dich kleiner zu machen versuche als du bist.

Der zweite Fragen-Komplex dreht sich um Sein, Sprechen und Handeln in Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit. Wenn dir die Definition eines der Worte nicht ganz geläufig ist, kein Problem. Das geht auch mir immer mal wieder so. Dann schaue ich in den Duden (offline oder online) und wenn das Wort in Lateinisch oder Griechisch ist, schaue ich vielleicht noch nach seinem Ursprung, seiner Herkunft. Ich habe in den letzten vier Jahren erkennen gelernt, wie mächtig Sprache sein kann, wenn derjenige, der sie nutzt, sich seiner eigenen Sprache und seines Sprechens bewusst ist. Erst dadurch, dass sich mein Wortschatz samt all der Wortbedeutungen über die Jahre stark erweiterte und ich immer vielfältiger unterscheiden konnte, wurde es mir möglich bestimmte Gedankenkomplexe bewusst anzusteuern, für die mir viele Jahre vorher die Beschreibungen fehlten. Die Fragen nach Wahrhaftigkeit, Glaub-würdigkeit und Ehrlichkeit gehören zu den essentiellen Fragen auf dem Weg zu dir selbst, denn nur, wenn du wahrhaftig und glaubwürdig du selbst bist, wirst du auch wirklich ehrlich sein, sprechen und handeln können.

Im dritten Fragen-Komplex schlage ich einige Fragen vor, die dich darin unterstützen können, herauszufinden, wie weit du von dir selbst entfernt bist. Andere Fragen können dir Zugang zu stärkerer Empfindsamkeit geben und dir im gleichen Schritt leichteres Erkennen deiner Intuition ermöglichen. Ich lade dich mit diesem Fragen-Komplex zudem dazu ein, deine Aufmerksamkeit auf ganz alltägliche und normale Dinge, Vorgänge und Zusammenhänge zu lenken, um deinem inneren Selbst den Impuls zu geben, sich zu aktivieren und ihre Selbstliebe zu erwecken. Das kann dir dabei helfen, unabhängiger von der Anerkennung und Liebe deiner äusseren Mitwelt zu werden, was dir gleichzeitig den Zugang zu weiteren Spielräumen und Möglichkeiten erleichtern kann.

Erster Fragen-Komplex

  1. Frage: Was bin ich? Was bin ich nicht?
  2. Frage: Wer bin ich? Wer bin ich nicht?
  3. Frage: Warum bin ich? Warum bin ich nicht?
  4. Frage: Wessen bin ich? Wessen bin ich nicht?
  5. Frage: Woher komme ich? Woher komme ich nicht?
  6. Frage: Wo bin ich? Wo bin ich nicht?
  7. Frage: Wohin gehe ich? Wohin gehe ich nicht?
  8. Frage: Wann bin ich? Wann bin ich nicht?
  9. Frage: Was und wer kann ich sein? Was und wer kann ich nicht sein?
  10. Frage: Was und wer werde ich sein? Was und wer werde ich nicht sein?
  11. Frage: Bin ich ich selbst? Bin ich nicht ich selbst?

Notiere dir auch die Stellen, an denen es nicht weiter zu gehen scheint. Schenke auch schlechten Gefühlen Beachtung und nimm auch solche dankbar an. Nimm auch das in den Blick und betrachte es genau und aufmerksam, was erstmal ein Unlust-Gefühl oder  ein Gefühl des Desinteresses auslöst und wo eine innere Stimme sich gern zu Wort meldet und zahlreiche Begründungen und Rechtfertigungen parat hält, um jenes Ding, jenen Vorgang oder jenen Zusammenhang zu umgehen, zu vermeiden und möglichst schnell zu verdrängen. In seinem Extrem kann das so weit gehen, dass ein Mensch beginnt, Wirklichkeiten zu leugnen. Ein solcher Mensch verliert im Laufe der Verdrängung und Verleugnung immer mehr seiner Spielräume. Und sei dir stets bewusst, dass du das hier nicht für den Schreiber der Worte oder irgendeinen anderen tust, sondern ausschließlich für dich selbst und dein inneres Wachstum.

Es geht hier auch darum, dass du klare Positionen für dich selbst beziehst, denn wenn du keine klaren Positionen beziehst, hat jeder Impuls aus deiner äusseren Welt die Wirkung und Macht, in deiner inneren Welt etwas auszulösen. Deshalb haben viele Menschen viele und große Wünsche und erreichen doch nur einige Kleine. Jeden Tag prasseln auf fast jeden Menschen weltweit tausende von Botschaften. Jede Einzelne, die wir nicht-bewusst oder bewusst wahrnehmen, wird auf Grundlage eines Motivs gesendet und hat auf die eine oder andere Art eine Wirkung auf den jeweiligen Empfänger oder die jeweilige Empfängerin. In all diesen täglichen Botschaften sind unzählige miteinander in Konflikt oder in direktem Widerspruch stehende. Da jede und jeder Mensch ein eigenes, individuelles Bewusstsein ist, welches mit allen anderen Bewusstseinen auf einer immateriellen Ebene unserer Wirklichkeit verschränkt ist, haben auch die entstehenden, täglichen Gesamtbilder ihre Wirkung. Wenn wir uns selbst bemächtigen wollen, ist es notwendig zu verstehen und zu begreifen, dass es geradezu unerlässlich ist, die eigenen Ängste, Zweifel, Konflikte und Widersprüche zu hinterfragen. Und dazu ist Liebe zu sich selbst als dauerhafte Kraftquelle und die Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen nötig, denn der auf Gewohnheiten gebaute Verstand will Recht behalten. In Liebe kannst du dir leichter selbst verzeihen, Fehler eingestehen und dich annehmen als würdest du in Angst und Zweifeln verharren.

Zweiter Fragen-Komplex

  1. Frage: Bin ich wahrhaftig? Bin ich nicht wahrhaftig?
  1. Frage: Bin ich glaubwürdig? Bin ich nicht glaubwürdig?
  2. Frage: Spreche ich glaubwürdig? Spreche ich nicht glaubwürdig?
  3. Frage: Handle ich glaubwürdig? Handle ich nicht glaubwürdig?
  4. Frage: Bin ich ehrlich? Bin ich nicht ehrlich?
  5. Frage: Bin ich ehrlich zu mir selbst? Bin ich nicht ehrlich zu mir selbst?
  6. Frage: Bin ich ehrlich zu anderen? Bin ich nicht ehrlich zu anderen?
  7. Frage: Spreche ich ehrlich? Spreche ich nicht ehrlich?
  8. Frage: Handle ich ehrlich? Handle ich nicht ehrlich?
  9. Frage: Beobachte ich selbst das Empfinden, Fühlen, Denken und Handeln, sodass ich für mein inneres Wachstum darüber urteilen kann? Beobachte ich nicht selbst das Empfinden, Fühlen, Denken und Handeln, sodass ich für mein inneres Wachstum nicht darüber urteilen kann?
  10. Frage: Bin ich mit meinem Körper und mir selbst im Einklang? Bin ich nicht mit meinem Körper und mir selbst im Einlang?

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es durchaus möglich ist, auf bestimmte Fragen keine Antworten zu erhalten oder zumindest scheinbar keine Antwort zu erhalten. Dies kann auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen zu sein. Unter Umständen kannst du dich selbst noch nicht wieder so deutlich wahrnehmen und erkennen. Vielleicht bist du auch geistig irgendwo anders und bist nicht bereit, selbst zu empfangen. Eine andere Möglichkeit ist, dass du bereits mehrfach eine Antwort aus dir selbst heraus bekommen hast, nur du sie leider bisher nicht erkannt hast. Ein anderer Faktor ist das Vertrauen, welches du in dich selbst hast. Wenn du nicht zweifelsfrei an dich selbst glaubst, so hemmt das stets die Kraft, mit der du Ziele so erreichen kannst, wie du sie hervorbringen möchtest. Und wann kannst du wahrhaft glaubwürdig an dich selbst glauben, ohne jeden weiteren Zweifel? Das kannst du, wenn du lernst stets ehrlich zu sagen, was du empfindest, fühlst und denkst, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was andere aufgrund meiner Wahrhaftigkeit denken, fühlen oder sagen könnten.

Dritter Fragen-Komplex

  1. Frage: Kennst du eine oder mehrere Stimmen in dir? Kennst du nicht eine oder mehrere Stimmen in dir?
  1. Frage: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie gut kennst du die Stimmen in dir? Auf einer Skala von 1 bis 10, wie schlecht kennst du die Stimmen in dir?
  2. Frage: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie schlecht kennst du die Stimmen in dir? Auf einer Skala von 1 bis 10, wie schlecht kennst du die Stimmen in dir?
  3. Frage: Hörst du eine Stimme oder mehrere Stimmen in dir? Hörst du nicht eine Stimme oder nicht mehrere Stimmen in dir?
  4. Frage: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie laut nimmst du die Stimme oder Stimmen wahr? Auf einer Skala von 1 bis 10, wie leise nimmst du die Stimme oder Stimmen  wahr?
  5. Frage: Ist es eine Stimme oder sind es mehrere Stimmen? Ist es nicht eine Stimme oder sind es nicht mehrere Stimmen?
  6. Frage: Wie häufig spricht eine Stimme oder mehrere Stimmen in dir mit dir? Wie nicht häufig spricht eine Stimme oder mehrere Stimmen in dir mit dir?
  7. Frage: Was erzählt dir die Stimme oder die Stimmen in dir? Was erzählt dir die Stimme in dir nicht oder die Stimmen in dir nicht?
  8. Frage: Hörst du deinen Herzschlag? Hörst du nicht deinen Herzschlag?
  9. Frage: Wie häufig hörst du deinen Herzschlag? Wie häufig hörst du nicht deinen Herzschlag?
  10. Frage: Fühlst du deinen Herzschlag? Fühlst du nicht deinen Herzschlag?
  11. Frage: Wie häufig fühlst du deinen Herzschlag? Wie häufig fühlst du nicht deinen Herzschlag?
  12. Frage: Fühlst du deinen Pulsschlag? Fühlst du nicht deinen Pulsschlag?
  13. Frage: Wie häufig fühlst du deinen Pulsschlag? Wie häufig fühlst du nicht deinen Pulsschlag?
  14. Frage: Empfindest du die Kraft der Liebe in dir selbst? Empfindest du nicht die Kraft der Liebe in dir selbst?
  15. Frage: Hast du Ängste? Sind es viele Ängste? Hast du nicht Ängste? Sind es nicht viele Ängste?
  16. Frage: Glaubst du, dass Angst ein ursprüngliches Gefühl ist? Glaubst du nicht, dass Angst ein ursprüngliches Gefühl ist?
  17. Frage: Was sind die Unterschiede zwischen dem, was du bist und dem, was du hast? Was sind die Unterschiede zwischen dem, was du nicht bist und dem, was du nicht hast?
  18. Frage: Wo siehst du Probleme? Wo siehst du keine Probleme?
  19. Frage: Wo muss Veränderung stattfinden? Wo muss Veränderung nicht statt-finden?
  20. Frage: Liebst du dich selbst? Liebst du dich nicht selbst?
  21. Frage: Welche Bedingungen knüpfst du daran, dich selbst lieben zu können? Welche Bedingungen knüpfst du daran, dich selbst nicht lieben zu können?
  22. Frage: Kannst du dich selbst so annehmen, wie du immer jetzt gerade bist? Kannst du dich selbst so annehmen, wie du immer jetzt gerade nicht bist?
  23. Frage: Kannst du annehmen, dass du selbst jetzt immer beides bist, was du gerade  nicht bist und was du gerade bist? Kannst du nicht annehmen, dass du selbst jetzt immer beides bist, was du gerade bist und was du gerade nicht bist?

In den ersten Fragen-Vorschlägen dieses dritten Komplexes geht es um die innere Stimme oder die inneren Stimmen. Jedes sprachmächtige Menschenkind baut sich ein eigenes Ich zusammen. Von diesem Ich sprechen Menschen immer, wenn sie sprechen. Das gegenwärtige Ich bei den meisten Menschen umfasst nur ihr bewusstes Bewusstsein. Spreche ich einen solchen Menschen auf einen Aspekt an, dessen er sich nicht bewusst sein will, wird er mit Wut und möglicherweise sogar Aggressionen antworten, ohne wirklich zu verstehen, warum er so reagiert. So haben die meisten Menschen in den westlichen Kulturen ihre Geist gespalten, in einen bewussten und einen unbewussten Teil. Das Es oder auch das Unbewusste umfasst dabei den umso größeren Anteil am Geist, denn er ist in großen Teilen nicht wort-sprachlich erfasst und kann deshalb nicht besprochen werden. Im bewussten Teil des Geists lagern all die Beschreibungen, die solch ein Mensch über sich zu geben vermag. Der bewusste Teil lässt sich noch einmal weiter unterscheiden. Einmal in unbewusst bewusster Geist (unbewusstes Bewusstsein) und in bewusst bewusster Geist (Bewusstes Bewusst-sein). Das du das jetzt liest, ist Teil deines bewussten Bewusstseins und beispielsweise das Atmen lässt sich für gewöhnlich dem unbewussten Bewusstsein zuordnen. Das unendliche und ewig Unbewusste lässt sich ebenfalls in zwei Teile unterscheiden. Einmal in das bewusst Unbewusste (bewusster unbewusster Geist) und in das unbewusste Unbewusste (unbewusst unbewusster Geist). Hier ist beispielsweise die chinesische Sprache etwas, von dem ich weiß, dass ich es nicht weiß und deshalb nicht chinesisch sprechen kann. Hingegen gehört in das unbewusste Unbewusste all das, von dem ich hier aus dem Grund nicht schreiben kann, weil ich noch nicht einmal davon weiß, dass es existiert. Diese Unterscheidungen sind nicht wirklich. Sie können nur im Denken vorhanden sein und dort sind sie auch sehr nützlich. Sie bieten dir die Möglichkeit, durch die Unterscheidungen neue Erkenntnisse, neues Wissen über deinen und von deinem Geist als Ganzen zu erfahren. Ebenso ist es mit deiner inneren Stimme. Wenn du sie zulässt und bereitwillig annimmst, wirst du früher oder später ein Wunder erleben, das dich in Staunen versetzen wird. Wenn du sie gar nicht hörst, bist du noch sehr weit weg von dir selbst. Je lauter sie wird, umso näher bist du bei dir selbst. Mit Hören meine ich jedoch nicht nur hörbare Worte, sondern auch alle anderen Formen von Sprachen, in der sich diese Stimme oder Stimmen ausdrücken. Sie sind auch keineswegs ausschließlich in deiner inneren Welt zu finden, sondern ebenso können sie sich in deiner äusseren Mitwelt ausdrücken.

Die Fragen zu Herz- und Pulsschlag können dir einen Maßstab darstellen, anhand dessen du erkennen kannst, wie sehr du mit dir selbst im Einklang bist. Wenn du nämlich mit dir selbst im Einklang bist, dann hörst und fühlst du Herz- und Pulsschlag, je nachdem wohin du deine Aufmerksamkeit lenkst.

Die Frage nach der Selbstliebe ist eine der wichtigsten. Liebst du dich selbst bedingungslos? Wenn du diese Frage mit einem klaren, wahrhaftigen, glaubwürdigen und ehrlichen „Ja“ beantworten kannst, hast du dein neues Zentrum in deinem eigentlichen Zentrum deiner selbst wiedergefunden. Dann kannst du dir selbst ohne Probleme Fehler eingestehen und dir selbst verzeihen, denn du bist du stets bewusst, dass alles genau jetzt ist, wie es ist, und das alles immer jetzt gut ist.

Angst ist ein sehr spannendes Phänomen unseres Geistes. Es hat sich ebenso wie die Kraft der Liebe im Jetzt aufgehoben und von vielen Menschen wird sie schnell abgetan. Sie behaupten dann eifrig, dass sie keine Angst hätten. Doch schon an ihrer schnellen und scheinbar allgemein gültigen Antwort lässt sich erkennen, dass diese Antwort ganz sicher nicht richtig ist. Jeder Mensch hat auch Ängste. Dahinter steht häufig ein für denjenigen vorerst unsichtbares Konstrukt, welches auf der Vermeidungsstrategie aufbaut.